Mottotage 2025

Text und Fotos: Emily Thoß

„Abi, Abi, Abi, Abituuur“ schallte es vom 15. bis zum 17. April 2025 gutgelaunt durch die Schulgänge und über den Pausenhof.

Eingeläutet wurden die alljährlichen Mottotage des zwölften Jahrgangs, die gleichzeitig das Ende der regulären Schulzeit für die Abiturienten bedeuten, am Dienstagmorgen mit dem Abistreich im Foyer. Wer Dienstagmorgen als Schüler bzw. Schülerin oder Lehrkraft das Foyer betrat, wurde nach einer akribischen Eingangskontrolle (inklusive der Sichtung des Personalausweises bei einigen) in das vom zwölften Jahrgang umgestaltete Foyer geleitet. Umgedrehte und gestapelte Tische, Topfpflanzen aus anderen Teilen des Schulgebäudes und ein auf der Zwischenetage des Haupttreppenhauses aufgebautes DJ-Pult boten einen ungewöhnlichen Anblick am frühen Morgen. Gemeinsam mit den jüngeren Schülerinnen und Schülern sowie einigen Lehrkräften feierte Jahrgang zwölf ausgelassen den Beginn der dreitägigen Mottowoche.

Mit einem „Klassiker“ unter den Verkleidungsmottos begannen wir die drei Tage: „Anfangsbuchstaben“, quasi alles war also an diesem Tag möglich. Das hatte eine große Vielfalt an Kostümen zur Folge und wurde mit entsprechend heiterer Stimmung belohnt. Auch das sommerliche Wetter trug entscheidend zu der guten und ausgelassenen Atmosphäre bei. Obwohl wir die Klassenräume im Hauptgebäude erst ab der fünften Stunde stürmen durften, verging der erste Tag unfassbar schnell, bevor schließlich letzte Absprachen für den folgenden Tag getroffen wurden.

Am Mittwoch lautete das Motto nämlich Gruppenkostüm, dementsprechend war hierfür im Vorfeld das höchste Maß an Abstimmung und Vorbereitung notwendig. Von den „Schlümpfen“ über „Pitch Perfect“, „Weltreise“ und „Gru und die Minions“ war alles dabei. Besondere Anerkennung kam jedoch wohl rund fünfzehn Jungs zu, die gemeinsam für die Mottotage einen riesigen Bierkasten von Holsten nachgebaut hatten, den auch die jüngeren Schülerinnen und Schüler während der zweiten Pause auf dem Schulhof bestaunen konnten. Nach Schulschluss standen zwei weitere Highlights unserer Mottowoche an: Zunächst der traditionelle Kastenlauf (eine Art Wettrennen in Viererteams) am Alsterufer gegen das Johanneum und das Wilhelm Gymnasium und abends die letzte Abifizfeier, um noch einmal Geld für die Finanzierung unseres Abiballs zu sammeln.

Auch zwei sicherlich zwischendurch mitunter anstrengende Mottotage und das am Donnerstag deutlich kühlere Wetter konnten die Stimmung an unserem letzten offiziellen Schultag kaum trüben. Ein letztes Mal – diesmal unter dem möglicherweise beliebtesten Motto „Kindheitshelden“ – kamen wir als Jahrgang verkleidet zusammen, um erneut mit Musik durch die Gänge zu ziehen und auf dem Schulhof mit einer großen Anzahl an Abiturienten, Schülern und einigen Lehrkräften eine Runde „Reise nach Jerusalem“ zu spielen.

Diese drei Tage bildeten mit Sicherheit für die allermeisten unseres Jahrgangs ein Highlight unserer Schulzeit und einen würdigen Abschluss der regulären Unterrichtszeit, an den wir uns alle gerne zurückerinnern werden. Kaum einer verschwendete in diesen Tagen einen Gedanken an die nahenden Abiturprüfungen, diese Form der schulischen Realität holte uns erst danach wieder ein.

SuS@ GymEpp