„abend der künste“ – ein Bericht aus der Sicht eines Künstlers und eines Besuchers

Text:  Philip Agüeras Netz und Louis Aldag; Fotos: Louis Aldag

Der Januar 2024 sollte mit einem kulturellen Highlight enden. Das neue Format „abend der künste“ sollte zeigen, was das Gymnasium Eppendorf kulturell zu bieten hat. Inwiefern dies gelungen ist, sollte sich im Verlauf des Abends zeigen.

Ausgestellt wurden Kunstwerke visueller, lyrischer, poetischer und interaktiver Art aus verschiedenen Fächern. Der Abend begann mit einer kurzen Anmoderation und einer ersten Kostprobe des Könnens unserer Schulband. Anschließend spielte Frau Strohfahrt-Riedels 8. Klasse-Theaterkurs einen Auszug aus William Shakespeares „Der Sturm“. Im Anschluss bekamen die Gäste die Möglichkeit, das Gebäude frei zu erkunden und in vielen Räumen kulturelle Projekte aus dem Unterricht zu begutachten.

Während der freien Beobachtungszeit, kam mir, Louis, als Aussteller das Privileg zu, gemeinsam mit Miljan Ehlers Auszüge aus unseren Eigenproduktionen vorzulesen – dem Drama meines Theaterkurses „GELD, GELD & GELD oder Gottlieb von Schwerdtners Vermächtnis“ und Miljans preisgekrönter Kurzgeschichte „Ein Schachspiel, das zum Aufbruch führt“. Im Musikraum konnten es sich dann einige Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern gemütlich machen und den Erzählungen lauschen. Sowohl Drama als auch Kurzgeschichte kamen gut an, und es entstand ein netter Austausch über Kunst, Kultur und natürlich Schule. Insgesamt bildete diese Vorlesung für mich den Höhepunkt des Abends, denn es ist einfach schön, Menschen mit der eigenen (Klein-)Kunst erfreuen zu dürfen.

In der Zeit zwischen den Vorführungen in der Aula erkundete ich, Philip, als Besucher den „abend der künste“. Dadurch, dass die Ausstellungen räumlich alle recht nah beieinander lagen, konnte man schnell zwischen den Angeboten wechseln. Ob Podcast, Kurzfilm, Lesung oder Vorstellung: Bei allem lohnte es sich, einmal vorbeizuschauen. Die Produkte waren gut vorbereitet, hätten teilweise aber vielleicht noch etwas umfangreicher sein können.

Den Abschluss des Abends bildeten zwei Vorstellungen in der Aula. Zunächst stellte der 8. Klasse-Theaterkurs von Frau Schäfer unterschiedliche Szenen mit gleichem Dialog vor. Auch wenn hierbei die Übergänge nicht immer ganz reibungslos verliefen, fühlte sich das Publikum doch gut unterhalten. Im Anschluss stellte Herr Krafts Theaterkurs aus Jahrgang 9 noch eine schauspielerische Interpretation deutscher Songs vor – von „Griechischer Wein“ bis „Haus am See“. Auch hier hätte der Ablauf eventuell noch von etwas mehr Vorlaufzeit profitieren können. Mit den Erfahrungen aus diesem Jahr lässt sich der „abend der künste“ für die Zukunft ganz sicher noch weiter professionalisieren.

SuS@ GymEpp