Demokratie ist nicht nur ein Thema für den Unterricht – sie wird an unserer Schule ganz praktisch gelebt. Das konnten unsere Schülerinnen und Schüler in den vergangenen Wochen bei zwei besonderen Veranstaltungen rund um die diesjährige SV-Wahl erfahren.
Ein Demokratietag zum Auftakt
Am 8. September kamen alle Klassen- und Kurssprecher:innen sowie deren Stellvertretungen zu einem gemeinsamen Demokratietag zusammen. Dabei ging es zunächst um die Frage: Wie können wir unsere Schule eigentlich mitgestalten? Die Schülerinnen und Schüler informierten sich über verschiedene Partizipationsmöglichkeiten und brachten ihre eigenen Vorstellungen und Wünsche für die zukünftige SV-Arbeit ein.
Anschließend wurden in Kleingruppen konkrete Fallbeispiele aus der SV-Arbeit bearbeitet und die Ergebnisse im Plenum vorgestellt. So wurde Demokratie nicht nur besprochen, sondern anhand konkreter Situationen gemeinsam erprobt. Zum Abschluss fanden sich die Schülerinnen und Schüler zu möglichen Schülersprecherteams zusammen und bereiteten sich damit auf die bevorstehende Wahl vor.
Rund 800 Stimmen für die neue Schülervertretung
Eine Woche später, am 17. September, wurde es dann ernst: Drei vollständige Teams stellten sich mit ihren Ideen, Vorhaben und Projekten in der Aula allen Jahrgängen vor. Anschließend waren die Schülerinnen und Schüler aufgerufen, ihre Stimme abzugeben.
In einer eigens vorbereiteten Wahlstraße ging es für die einzelnen Jahrgänge zu den Wahlkabinen. Gewählt wurde frei, geheim, allgemein und gleich – ganz wie bei einer demokratischen Wahl. Unterstützt wurde die Durchführung von engagierten Wahlhelfer:innen aus den Jahrgängen 6, 9 und 12, die anschließend auch bei der Auszählung der Stimmen halfen.
Rund 800 Schülerinnen und Schüler nahmen an der Wahl teil. Das Team Hege-Social konnte die Wahl für sich entscheiden. Herzlichen Glückwunsch! Das neu gewählte Team hat inzwischen bereits seine erste Schülerratssitzung geleitet und ist mit großer Motivation in die Arbeit gestartet.
Demokratie, die man erleben kann
Hinter Demokratietag und Schülersprecherwahl steckte ein großer organisatorischer Aufwand – für alle Beteiligten hat er sich jedoch gelohnt. Denn demokratische Bildung bedeutet auch, Demokratie selbst zu erfahren: eigene Interessen einzubringen, Verantwortung zu übernehmen, gemeinsam nach Lösungen zu suchen, unterschiedliche Positionen kennenzulernen und schließlich selbst eine Entscheidung zu treffen.
So wurde in den vergangenen Wochen an unserer Schule Demokratie nicht nur thematisiert, sondern gemeinsam gestaltet und gelebt und damit ein Grundstein für weitere Partizipation seitens der Schülerschaft gelegt.
(Text:Silas Fobel und Tom Schütze)
