Text und Fotos: Emily Thoß
„And Then There Were None”. Der Titel des Romans und gleichnamigen Theaterstücks von Agatha Christie, das die Englischkurse des 11. Jahrgangs im Theater an der Marschnerstraße besuchten, ist Programm. Passend zum Semesterthema „Crime and Punishment“ drehte sich im Stück der „Hamburg Players“ alles um rätselhafte Mordfälle und die natürlich unumgängliche Mörderjagd.
Der mysteriöse Gastgeber U. N. Owen (sprich „Unknown“) lädt zehn Personen auf ein luxuriöses Anwesen auf „Soldier Island“ vor der Küste von Devon ein, um, wie sich später herausstellt, jeden von ihnen für begangene, jedoch nie gesühnte, Verbrechen zu bestrafen. Keiner der Anwesenden, weder die geladenen Gäste noch das Hauspersonal, kennen den geheimnisvollen Gastgeber. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde lässt die erste Tote nicht allzu lange auf sich warten, und bald ist ein Muster im Ableben der nächsten Gäste zu erkennen: Jedes Opfer stirbt auf eine von dem Kinderreim „10 Little Soldier Boys“ vorhergesagte Art. Ebenso verschwinden nacheinander immer mehr von den zehn im Wohnzimmer platzierten Spielpuppen. Für die Anwesenden wird schnell klar, dass sich der Täter unter ihnen befinden muss …
Zum Ende hin wurde fleißig tuschelnd über die Identität des Mörders spekuliert. Mit dem wahren Täter hat wohl aber kaum jemand gerechnet. Trotz der sich an wenigen Stellen etwas in die Länge ziehenden Geschichte war es eine sehr überzeugende und spannende Darbietung. Vor allem die Tatsache, dass das gesamte Stück auf Englisch gespielt wurde und sogar die Platzanweiser nur auf Englisch kommunizierten, trug entscheidend zur Authentizität bei. Und sollte doch einmal jemand während des zweieinhalbstündigen Stücks mit den Gedanken abgeschweift sein, wurden die Betreffenden durch einen plötzlichen und ohrenbetäubenden Pistolenschuss zurück in die Theaterwirklichkeit geholt.
Insgesamt schienen fast alle sehr beeindruckt von der Performance zu sein. Um es mit den Worten der ersten Toten zu sagen: Es war „positively thrilling“!







