Abend der Künste im Schauspielhaus

Von Lachen bis Weinen, von Buhen bis Applaus und von Verständnislosigkeit bis zu völlig nachvollziehbaren Worten war alles dabei. Der Abend der Künste im Deutschen Schauspielhaus, den wir gemeinsam mit unserer Deutschlehrerin Frau Berens und Herrn Fobel besuchten, war ein Rausch von Emotionen. Wir hatten die große Ehre, bei dem Poetry-Slam-Battle zwischen Hamburg und Berlin dabei zu sein. Der Moderator brachte uns mit guten Witzen in Stimmung und bereitete uns auf einen unvergesslichen Abend vor. Ella H., eine Schülerin unserer Klasse, durfte ein Teil der Jury sein, die die Finalisten bestimmte. Die erste Person, die startete, legte die Messlatte sehr hoch. Mit einem Text von einer Spinne und den Gefahren im Internet war der Text einzigartig. 

Unser persönliches Highlight: ein Dichter, mit dem wir uns gut identifizieren konnten. Der ganze Saal bebte vor Lachen und war erfüllt von dieser wunderbaren Darstellung eines Fußballturniers seines Sohnes. Er hat nicht nur einen Text vorgetragen, sondern uns auch mit einer überwältigenden Stimmleistung mitgerissen. Was uns am meisten überraschte, waren Texte, die am Anfang wenig schlüssig und interessant wirkten, sich dann aber als Texte mit starker Message entpuppten. Man hat die Kraft der Worte in der Stimme beben hören; man hat gesehen, wie sehr die Themen die Künstler mitgenommen haben. 

In der zehnminütigen Pause hatte man Zeit, „die beste Brezel Hamburgs“ zu genießen, wie es uns der Moderator versprach. Außerdem sollte man nicht verpassen, sich ein Autogramm bei den Künstlern abzuholen. 

Nach der Pause ging es zum Finale. Berlin führte zu dem Zeitpunkt, doch das hielt nicht lange an. Der Hamburger und der Berliner mit der höchsten Punktzahl durften sich gegenübertreten. Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Am Ende bestimmte der lauteste Applaus den Gewinner, und Hamburg entschied den Sieg für sich. Thema des Siegertextes: Die Spaltung zwischen „Boomern“ und der jungen Generation, die laut der Slamerin kaum Sinn ergibt, wenn doch Student*innen mit dem Gehalt von Minijobs und Pfandflaschen sammelnde Senioren eigentlich mit ähnlichen existenziellen Problemen zu kämpfen haben.

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