Rotarischer Jugendaustausch von 6 Schüler:innen des Gymnasiums Eppendorf in Istanbul – vier Tage voller Begegnungen, Diskussionen und Eindrücke

Vom 8. bis zum 11. Mai 2025 hatten wir, Jakob, Oskar, Noah, Emma, Chiara und Derin, als Schüler:innen des Gymnasiums Eppendorf die ganz besondere Gelegenheit, an einem rotarischen Austausch in der faszinierenden Metropole Istanbul teilzunehmen. Das alljährlich stattfindende Jugendforum stand unter dem Motto „Von der Vergangenheit in die Zukunft: Klare Fakten, starke Kultur“ und wurde vom Rotaryclub Galatasaray organisiert. Über einen ganzen Tag diskutierten wir an der renommierten Bilgi Universität am Goldenen Horn („Haliç“) in Gruppen mit deutschen, mexikanischen, japanischen, taiwanesischen und türkischen Schüler:innen über so wichtige Fragen wie „Wie steht die Jugend zu Europa?“, „Machen die sozialen Medien wirklich sozial?“ und „Wie sieht die Jugend sich im Spiegel?“. Es ging in diesem Zusammenhang um die Vergangenheit und die Zukunft, die eigene Identität, denKulturbegriff und im speziellen auch um das Phänomen von Falschinformationen („fake news“) und den Umgang damit. In PGW wurden wir bereits auf die Themen im Vorfeld vorbereitet.

Zum Ende haben wir die Ergebnisse der Gruppen im Plenum präsentiert. Wir hatten die Möglichkeit, unsere Ergebnisse in verschiedenen Formaten wie Theater, Film, Talkshows, Musik, Poesie, Vorträgen und anderen Darbietungen zu präsentieren. Die Vielfalt derPerspektiven und die Offenheit aller Teilnehmenden machten diesen Tag zu einem echten Highlight.

Der Hauptzweck des Jugendforums bestand darin, ein Umfeld zu schaffen, in dem Schüler:innen in einem internationalen und multikulturellen Kontext ihre Ideen zu bestimmten Themen frei äußern und präsentieren können.

Zurück zum Beginn der Reise: Nach unserer Landung in Istanbul wurden wir herzlich amFlughafen durch den Organisator des Jugendforums Sabri Kurdoglu empfangen, der – wie sich später zu unserer Freude herausstellte – als Student in Eppendorf gelebt hatte und sich auch als „Eppendorfer“ bezeichnet. Unsere türkischen Gastfamilien nahmen uns anschließend in Empfang, die teilweise auch Deutsch sprachen, weil sie in Deutschland gelebt oder studiert hatten. Beim ersten gemeinsamen Abendessenkonnten wir die Familien besser kennenlernen und die Gastgeschenke mit Hamburger Spezialitäten übergeben.

Am Freitagmorgen stand Kulturelles auf dem Programm. Wir trafen uns vor dem Atatürk-Kulturzentrum am Taksim Platz, von wo wir unsere Stadtbesichtigung starteten. Wir besuchten die historische Halbinsel mit ihren beeindruckenden Sehenswürdigkeiten (HagiaSophia, Blaue Moschee und Topkapi Palast) und machten im Anschluss eine Bootsfahrt vomStadtteil Eminönü nach Sariyer. Istanbul ist die einzige Stadt der Welt, die auf zwei Kontinenten liegt. Es war ein besonderes Gefühl, mit dem Boot von Europa nach Asien zufahren. An Bord genossen wir nicht nur die Aussicht, sondern die Fahrt bot auch die Möglichkeit, mit den Jugendlichen aus den anderen Ländern schnell ins Gespräch zukommen. Nach einer kleinen Stärkung ging es mit dem Bus weiter und voller neuer Eindrücke endete unser Ausflug am modernen „Galataport“, dem neuen Kreuzfahrtterminal in Istanbul. Den Abend ließen wir bei einem gemeinsamen Abendessen mit den Gasteltern ausklingen.

Den letzten Tag nutzten wir, um auf eigene Faust Istanbul zu erkunden und Geschenke fürunseren Familien und Freunde zu besorgen, bevor dann der Rückflug nach Hamburg anstand.

Als Fazit ist Istanbul eine Weltmetropole mit knapp 20 Millionen Einwohnern, die nie zur Ruhe kommt und aufgrund ihres kosmopolitischen und multikulturellen Flairs und ihrer Historie eineherausragende Bedeutung unter den Metropolen der Welt genießt. Istanbul ist aber auch eine Stadt voller Gegensätze. Sie vereint Weltoffenheit und Modernität mit dem spürbaren Erhaltvon jahrhundertealten Sitten und Traditionen. Uns hat besonders beeindruckt, mit welcher Professionalität Rotary das Jugendforum organisiert hat und dass wir innerhalb eines Tages mit anderen Jugendlichen aus anderen Nationen, die wir vorher nicht kannten, über Themen wie Zukunft und Vergangenheit, Umgang mit sozialen Medien und eigene Identität sprechen und diskutieren konnten und am Ende auch Freundschaften entstanden. Unter uns allen bestand Einigkeit, dass wir diese Stadt noch einmal besuchen müssen.

exploring istanbul with friends

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