Wie kann und soll das Überleben als Gesellschaft auf der ganzen Welt im 21. Jahrhundert gelingen? Mit dieser großen und komplexen Fragestellung setzt sich die Ausstellung SURVIVAL IN THE 21st CENTURY in den Deichtorhallen auseinander.
Werke von rund 40 internationalen Künstlerinnen und Künstlern versuchen sich aus unterschiedlichsten Perspektiven dem Thema anzunähern. Mithilfe von den Ausstellungsstücken zugeordneten Fragen wie „Was ist die Maschine?“, „Was ist Identität?“ oder „Was sind Grenzen?“ werden den Besuchern Denkanstöße und Einordnungsversuche geboten, die dennoch viel Spielraum für individuelle Interpretationsansätze zulassen.
Thematisch könnten die ausgestellten Werke teils nicht unterschiedlicher sein und einige lassen sich auch nur durch besonderes Hintergrundwissen deuten und verstehen. Glücklicherweise hatte das S3-PGW-Profil, das im Rahmen des Kunstunterrichts gemeinsam mit Frau Arlt die Ausstellung besuchte, mit dem israelischen Künstler Nir Alon einen fachkundigen Experten an seiner Seite. Eindringlich ging Nir Alon auf den Einsatz und die Gefahren von künstlicher Intelligenz, internationale Konflikte und die Globalisierung ein, ohne etwas zu beschönigen oder zu ignorieren. Die gezeigten Kunstwerke band er immer wieder in seine Ausführungen ein und verdeutlichte so die von ihm benannten globalen Problematiken. Die von ihm teils sehr düster beschriebenen Zukunftsszenarien nutzte er im nächsten Schritt stets als Appell an uns als Gesellschaft, wohlüberlegte Entscheidungen zu treffen und für das Richtige einzutreten. Denn wie er es am Ende der einstündigen Führung formulierte: „Eure Entscheidung ist wichtig.“
Interessierte können die sich sehr lohnenswerte und interessant aufbereitete Ausstellung noch bis zum 05. November 2024 besuchen und sich so einerseits intensiv mit der Zukunft und ihren möglichen Folgen beschäftigen, andererseits aber auch gemäß dem Anspruch der Kuratoren den eigenen Horizont erweitern.







