Die Macht der Fantasie

„Spielen wie Momo und ihre Freunde“

„Es waren natürlich sehr teure Spielsachen, wie Momos Freunde nie welche besessen hatten – und Momo selbst schon gar nicht. Vor allem waren alle diese Dinge so vollkommen bis in jede kleinste Einzelheit hinein, dass man sich dabei gar nichts mehr selber vorzustellen brauchte. […] Darum kehrten sie schließlich doch wieder zu ihren alten Spielen zurück, bei denen ihnen ein paar Schachteln, ein zerrissenes Tischtuch, ein Maulwurfshügel oder eine Handvoll Steinchen genügten. Dabei konnte man sich alles vorstellen. […]“

Aus „Momo“ von Michael Ende

Die Klasse 5c liest im Deutschunterricht mit Frau Berens gerade den Roman „Momo“ von Michael Ende. Dort stellen Momo und ihre Freunde schnell fest, dass das moderne Spielzeug der grauen Herren ihnen gar keine Freude bereitet, denn etwas ganz Entscheidendes fehlt: Man braucht keine Fantasie, um mit ihnen spielen zu können! Was mit einem Fünkchen Fantasie und ganz simplen Gegenständen möglich ist, haben die Kinder der 5c dann mithilfe ihrer „Mystery-Boxen“, die sie bekommen haben, aktiv erlebt. So wurden in nur 40 Minuten die tollsten Spiele geplant, gebastelt und vorgeführt. 

Das Schönste: Nach der Stunde wollten alle Gruppen ihre Spiele unbedingt behalten und am liebsten in der Pause weiterspielen. 

Wozu also ein langweiliges Smartphone-Spiel, wenn man sich mit ein paar Eicheln, alten Tüchern und Papierstrohalmen die tollsten Spiele- und Fantasiewelten bauen kann? 

 

 

Brain-Mind“ – Hier ist Köpfchen gefragt! Blind muss erraten werden, in welcher Reihenfolge die Gegenstände in der Kiste liegen. Man erfährt nur, wie viele Treffer man hat und darf dann so lange verschieben, bis alle Gegenstände richtig liegen.

„Münzen-Shooter“ – Eine alte Klammer aus der DDR dient als „Flugobjekt“ und wird mit dem Katapult aus einiger Entfernung auf die Münzen-Zielscheibe geschossen. In der Mitte gibt es die meisten Punkte.

„Jahrmarkt“ – Zuerst wird gewürfelt, wie oft man werfen darf und wie viele Schritte man sich von der Box entfernen muss. Anschließend versucht man mit dem Ball (gefüllt mit gebrauchtem Ostergras) die Box zu treffen. Aber Achtung! Sie öffnet und schließt sich in unregelmäßigen Abständen.

„Nut-Shooter“ – Mit einem Katapult werden Eicheln über den Stock hinweg in den Karton geschossen. Wer in den Becher trifft, bekommt besonders viele Punkte!

„Die Argo“ – Aus zwei Stöckern, Resten von Luftpolsterfolie, einem zerdellten Tischtennisball und einem alten Geschirrtuch wurde in Windeseile das Abenteuer-Boot „Argo“ samt Seglerin.

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