„Romantik in Eppendorf?“ – Wunderbare Werkstattlesung der 11. Schreibwerkstatt am Mittwoch, 28. Januar 2026

Ende Januar 2026 fand am Gymnasium Eppendorf bereits zum elften Mal unsere fünftägige Schreibwerkstatt statt. Elf junge Autorinnen und Autoren tauchten in diesem Jahr in das Thema „Romantik in Eppendorf – schreibe eine unheimliche Geschichte“ ein und entwickelten ihre ganz eigenen Kurzgeschichten zwischen Mystik, Humor und Gänsehaut. Die Werkstatt wurde zum sechsten Mal von dem Hamburger Autoren Alexander Posch geleitet.

Der Arbeitstitel entstand angeregt von den Lektüren und Filmen des Deutschunterrichts im 1. Semester der Oberstufe. Inspiriert von Texten romantischer Klassiker wie Kleist, Eichendorff, Chamisso und E.T.A. Hoffmann sowie von modernen Autorinnen und Autoren erkundeten die Teilnehmenden zunächst literarische Formen des Unheimlichen.

Ein gemeinsamer Ausflug zu den winterlich kalten Industrieanlagen rund um den U-Bahnhof Barmbek lieferte schließlich den entscheidenden Funken: Zwischen gefrorenem Kanal, alten Fabrikgebäuden und Hamburger Industriedenkmälern entstanden die ersten Ideen.

Was folgte, war eine intensive Schreibwoche voller Kreativität, Austausch und gegenseitiger Unterstützung. Täglich wurden Textstände vorgelesen, diskutiert und weiterentwickelt. Das Ergebnis ist besonders erfreulich: Alle elf Teilnehmenden haben ihre Geschichten innerhalb der fünf Tage vollständig abgeschlossen – ein Novum in der Geschichte des Kurses.

Die entstandenen Geschichten verweben das reale Eppendorf mit geheimnisvollen Ereignissen. Sie erzählen von Begegnungen, Beziehungen, Rätseln und manchmal auch von dunklen Momenten – mal gruselig, mal traurig, mal überraschend komisch.

Geschichten, die entstanden sind:

Sufian Behmaram „Bist du es?“

Clara Diehl „Wie eingefroren“

Hugo Fahlbusch „Routine aus Glas“

Hirad Farhadian „Und da stand ich“

Greta Holt „Zwischen den Straßen“

Laura Meyer „Weißt du noch?“

Emilia Mulert „Feuerrot“

Frieda Neeb „Das Liebesdreieck“

Lola Rossmann „Unter der Oberfläche“

Titus Schäfer „Liebe ohne Körper“

Anna Schreiber „Im Namen der Liebe“

Was sich hinter diesen elf Titeln verbirgt, welche Figuren in den elf Geschichten auftreten, ob es jeweils ein Happy End gibt, das verraten die Jungautorinnen und -autoren bei der Lesung nach dem Erscheinen des gedruckten Buches im Sommer 2026.

Jetzt werden die Geschichten von Julia Rindfus lektoriert und von Katharina Fuchs von fuxbux in Berlin layoutet.

Die Kurzgeschichten werden voneinander abgesetzt durch die Bildwelten, die die Kunstkurse im Jahrgang 11 entdecken und für das Buch auswählen. 

Wir sind jetzt schon gespannt auf das Erscheinen des fabelhaften Buches.

Vielen Dank an alle, die bei der Werkatstt-Lesung dabei waren und die Schreibwerkstatt unterstützten!

Text und Fotos: Janina Arlt

Lesenswert