Am Mittwoch, 29. Januar 2025 fand der „abend der künste“ am Gymnasium Eppendorf zum zweiten Mal statt. Vor allem die Mittelstufe, aber auch die Oberstufe war beteiligt.
Die Theaterleitung Frau Schäfer hatte letztes Jahr die Idee, ein Format für die Mittelstufe zu entwickeln. Bei dem Abend sollten nicht fertige Produktionen oder Produkte gezeigt werden, sondern Einblicke in die jeweilige Arbeitszwischenstände und -ergebnisse sollten ermöglicht werden.
Es wurde nach Beiträgen aus allen geisteswissenschaftlichen und künstlerischen Fächern gesucht, gesucht und es wurden auch in diesem Jahr wunderbare Beiträge gefunden:
Die Band unter der Leitung von Herrn Schütze eröffnete klangvoll mit „Sunny“ von Bobby Hebb den Abend.

Zwei SchülerInnen aus der Klasse 8 moderierten das Theaterstück „Diskriminierung – No Way!“ an. Die Theatergruppe unter der Leitung von Frau Strohfahrt Riebl hatte zu dem Thema recherchiert und sich über die Plattform „Stories that move“ mit Berichten von betroffenen Jugendlichen auseinandergesetzt. Hinzu kam Material aus eigenen Erfahrungen. Daraus sind Texte und Statements entstanden, die die Gruppe in dem Stück auf die Bühne brachte.
„Wir haben erforscht, wo wir Abwertung von Menschen im Alltag erleben und beobachten. Wir zeigen, was uns an dieser Herabsetzung nervt und sagen, wofür wir stehen. Manchmal sind wir dabei ernst und anklagend und manchmal lustig und unterhaltsam.“


Ganz neu am Gymnasium Eppendorf ist die „Schreibwerkstatt 9“. Fünf kleine Theaterstücke sind entstanden aus der ersten kleinen Schreibwerkstatt „Szenisches Schreiben“. Ausgangspunkt für alle Stücke war der Satz:
„Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht für dich“.
Der Theaterkurs unter der Leitung von Frau Schäfer gab einen ersten Einblick in die entstandenen Stücke, las Teile aus den Stücken vor.


Danach folgte eine Pause mit verschiedenen Angeboten. Jede und jeder konnte sich auf eine eigene Entdeckungstour in den Fluren und Räumen des zweiten Stocks machen:
Mit leckeren Snacks und Drinks konnten wir uns bei den zukünftigen Abiturienten S4 stärken, die sich über alle Gelder zur Unterstützung ihres Abiballs freuen.

Umrahmt waren die Oberstufenschüler:innen von künstlerischen Ergebnissen aus dem Kunstunterricht: Zeichnungen eines „Unheimlichen Dschungels“ (Klasse 6c) und Malereien „Mein Traumzimmer“ (Klasse 8c) und Pop Art Collagen als Antwort auf Richard Hamiltons „Was ist es nur, das das heutige Zuhause so anders, so anziehend macht?“ (Just what is it that makes today’s homes so different, so appealing?) (Kunstkurs 10)
Songs zum Mitschlagen. Die Klasse 7d sang oder spielte Songs unter der Leitung von Herrn Kenk. Dazu gab es Boomwhackers. Da griff auch fast das ganze Publikum zu den Klangrohren und machte – nach kurzer Anleitung – Harmonie und Rhythmus aktiv erfahrbar. Eine vergnügliche, farbige, menschliche Klanginstallation entstand.

Die Theaterkurse in Jg. 9 unter der Leitung von Frau Lehmann haben sich anlässlich des Literaturfestivals „Hamburg liest die Elbe“ mit dem Thema Wasser beschäftigt und wollten dieses mit Texten, Bewegung und Musik auf die Bühne zu bringen. Dabei haben sich die Schüler:innen die Frage gestellt, welchen Einfluss der Faktor Umweltzerstörung auf unseren zukünftigen Umgang mit Wasser haben könnte. In entspannter Atmosphäre, bei Dämmerlicht und sphärischen Klängen durften sich die Zuschauer in kleinen Gruppen in dieses Wasserexperiment entführen lassen.


Besonders wertgeschätzt fühlten sich die SchülerInnen der Mittelstufe, dass nicht nur die Oberstufenschüler:innen das Catering für sie übernahmen, sondern dass Louis Wulf (S4), Hanna Engeler (S4) und Maxi Villwock im Rahmen des Abends zu einer Lesung einluden: „Ein Glanz sein – Glänzende Aussichten” – ausgewählte Texte der Schreibwerkstatt 2024.


Mit viel Ganz und Glitzer wurden wir in einem anderen Raum empfangen: Die 1920er Jahre – Filmische Portraits. Als kursübergreifendes Projekt entstanden im Deutschunterricht des 11. Jahrgangs (S 1) filmische Portraits über diverse Persönlichkeiten der 1920er Jahre. Der Schwerpunkt lag dabei auf einer kreativen filmischen Umsetzung.




Im letzten Raum des 2. Stocks gab es eine Ausstellung mit ganz vielen Werken „15 Quadrat“. Alle Klassenstufen hatten als Vorgabe dieses Format. Es wurde gezeichnet, gesprayt, gebaut. Thematisch setzten alle Schüler:innen um, was für sie bedeutsam als Thema ist: die Liebe, Freundschaft, der Klimawandel, die Rolle der Frau – auch in anderen Kulturen, die Natur, der Weltraum, unter Wasser oder in der Luft und vieles mehr. Nur die Oberstufe musste sich mit dem Semesterthema „Architektur“ auseinandersetzen – ob Schutzraum oder dekonstruktivistischem Modell.


Alle Kunstkolleg:innen arbeiteten zu dem Thema mit ihren Klassen und Kursen. Das gegenseitige Beschauen der Arbeiten machte viel Spaß.
In einem zweiten Aula-Programm zeigte der Theaterkurs 9 unter der Leitung von Frau Strohfahrt Riebl „Werther in Love”. Die Gruppe hat Auszüge aus dem Originaltext gelesen und diesen in die heutige Zeit übertragen. In Goethes Roman „Die Leiden des jungen Werther“ erzählt der Autor, wie sich ein junger Mann unsterblich in eine Zufallsbekanntschaft, Lotte, verliebt. Lotte ist aber schon an einen anderen vergeben. Der Kurs setzte diese Geschichte spielerisch auf der Bühne um. Dabei wurde zwischen Originaltext sowie zeitgenössischer Sprache und entsprechenden Ausdrucksmitteln hin- und hergewechselt.



Wenn euch jetzt schon die Kostproben gefallen haben, gibt es viel mehr Theater:
Save the date:
„Werther in Love” Aufführungstermin ist Donnerstag, der 05.06., 19:00-20:10
„Diskriminierung – No Way!“ Aufführung Dienstag, 01.07. 19:00-20:20
Vielen Dank an alle Akteure und UnterstützerInnen für diesen abwechslungsreichen Abend.
Unser besonderer Dank geht an das tolle Technikteam!
Der „abend der künste“ war auch dieses Jahr ein voller Erfolg nicht nur für die Mittelstufe.
So schön, wenn SchülerInnen aller Stufen mit ihren LehrerInnen und Eltern zusammenarbeiten und zusammen Kultur erleben.































